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Swissalpine

Ankunft Freitag Nachmittag. Während ich die Landschaft von meinem Balkon aus genossen habe gibt es einige die sich schon warmlaufen – wohlgemerkt, der Lauf ist erst am Samstag. Ich war am Freitag noch ein bisschen in den Bergen und habe einfach nur genossen. Abends noch ein paar verrückte getroffen. Ein 25jähriger der aus einer Ultra-Familie kam, und ein Paar – Sie wollte eigentlich den K78 laufen – aber mit Bänderriss und Fusstütze gehen dann halt doch nur 31km. Für Ihn war der Lauf zu kurz, er hatte schon was extremeres geplant…aha!

Samstag: Lauftag. Easy aufstehen, Frühstücken. Einfach mal alles mitnehmen, was da ist. Die Unterlagen hatte ich ja schon am Vortag abgeholt und die Startnummer war auch schon befestigt. Sender am Schuh angebracht und los gings ins Stadion nach Davos. Die Atmosphäre war Top und alle Toiletten besetzt. Same, same…

Pünktlich um 0700 wurde dann auch gestartet bei Temperaturen, welche im Tagesverlauf noch weit über 30Grad klettern sollten. Aber das kann ich ja nicht ändern. Auf den ersten 30km war die Welt auch noch in Ordnung. Alles lief nach Plan und die Beine waren locker. So blieb mir auch noch Zeit für das eine oder andere Gespräch mit “alten Hasen”, die den Lauf zum Aufwärmen für den Irontrail – ca. 2 Wochen später genommen haben, übrigens über die volle Distanz – 201km.

Bei der ersten Steigung ist das Feld dann aus dem Laufen ins gehen übergegangen. Ich bin noch fast bis zum Scheitelpunkt gelaufen, habe dann aber ziemlich schnell festgestellt, das die die gehen nicht langsamer sind als ich. Anfängerfehler! Auf jeden Fall bin ich dann in ein zügiges marschieren übergegangen und das bei extrem guter Stimmung. Der Anstieg kam übrigens am Ende der ersten 25 Kilometer.

Als Motivationsschub waren am Rand immer wieder diesen schönen Schilder aufgestellt, die einem anzeigten wie weit es noch ist. Das erste Schild mit der Aufschrift 75km und das dann so ca. alle 5km. Bei einem Schild mit der Aufschrift 50km kam bei mir so etwas wie Freude auf – nur noch etwas mehr als ein Marathon.

Nach ca. 31km wurde das Feld dann etwas dünner als uns die 31km Läufer verlassen haben und in das für sie vorgesehene Ziel eingelaufen sind. Gleiches nochmals nach 39km als die C42 Jungs und Mädels auf Ihre letzten Kilometer mussten. Anstelle dieser rückten nun die K42 Starter welche wie Ich ebenfalls das Stadion zum Ziel hatten.

So langsam ging es jetzt den Berg rauf zur Keschhütte. Ein steiler Anstieg als Singletrail. Überholen nahezu unmöglich. Aber warum auch. Die wenigsten sind hier noch gelaufen, währen das Spitzenfeld schon die Hälfte absolviert hatte. Die Hitze machte das ganze auch nicht viel erträglicher und ich war froh über jedes bischen Schatten. Glücklicherweise habe ich unterwegs ein paar Leidensgenossen getroffen, die für eine Unterhaltung offen waren, so das die Zeit viel besser zu ertragen war und ich mir keine Gedanken über die Schmerzen gemacht habe.

Oben an der Keschhütte angekommen eine kurze Pause, Ressourcen auffüllen und die Landschaft geniessen. Nur noch ein weiterer Anstieg und dann in Wellen abwährts. Für einige war hier oder auch schon vorher Schluss. Der Helikopter musste einige male fliegen, um Läufer abzutransportieren. Auch habe ich unterwegs Leute gesehen die am Tropf lagen, dehydriert waren oder an hypoglykämie litten.

Es ist also doch nicht so wie mein Arzt gesagt hat: Wer einen Marathon laufen kann kommt auch durch den Swissalpine durch.

Auch waren die Massageplätze die es unterwegs gab immer voll ausgebucht, zumindest wenn ich da vorbei kam – kostet eh alles nur Zeit. Also schön entspannt weiter laufen und die Landschaft geniessen. Mein neuer “Freund” Markus, einer der zahlreichen freiwilligen Helfer hat dann noch schnell jemand organisiert, der ein Foto von uns macht. – Ein Schwede den ich vorher gefragt habe war leider schon zu fertig den Auslöser zu drücken.

Auf dem Weg nach unten – ich hasse Bergablaufen – ging dann das geniessen los. Es war schon eine Superstimmung und gerade im Zielbereich wurde man nochmal angefeuert durch die Einheimischen und Läufer die schon im Ziel waren.

Jetzt erstmal schnell zum Bierstand, Reserven auffüllen und die Sonne geniessen und die anderen Läufer anfeuern. Alles in allem ein Topevent. Super organisiert – ein Erlebnis.

 

 

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One response

  1. Glückwunsch das Du das geschafft ! Respekt ” Herr Nachbar “……….! Gruss Holger

    08/30/2013 at 8:14 PM

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