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Regulierung der Vermögensverwalter 2013

Vermögensverwalter im Clinch mit der Finma

Verband befürchtet ein «Swiss Finish» bei der AIFM-Richtlinie Die Schweizer Vermögensverwalter
richten derzeit heftige Vorwürfe
an die Adresse der Finanzmarktaufsicht
Finma. Die Behörde
plant Regulierungen im
Zusammenhang mit der
AIFM-Richtlinie der EU.
feb. Bern ! Zwischen der Branche der
unabhängigen Vermögensverwalter und
der Finanzmarktaufsicht Finma gibt es
derzeit erhebliche Spannungen. Dies hat
sich auch an der diesjährigen Mitgliederversammlung
des Verbands schweizerischer
Vermögensverwalter (VSV) am
Freitag in Bern gezeigt. Grund für die
Streitigkeiten sind die Regulierungsbestrebungen
der Behörde, vor allem in
Bezug auf die Alternative-Investment-
Fond-Manager-(AIFM-)Richtlinie der
EU.Darin geht es um die künftige Regulierung
von Verwaltern «alternativer»
Finanzprodukte, beispielsweise aus den
Bereichen Hedge-Funds und Private
Equity. In der Schweiz dürfte es rund
2000 unabhängige Vermögensverwalter
geben. Diese managen zwischen 11%
und 14% des bei Schweizer Banken angelegten
Vermögens.
Patrick Raaflaub, CEO der Finma,
wies in seinem Referat an dem Anlass
darauf hin, dass die ersten Auswirkungen
der EU-Richtlinie auch in der
Schweiz «rasend schnell» zu spüren sein
dürften. Bereits ab 2013 darf gemäss
dem Gesetz die Vermögensverwaltung
von allen europäischen Nicht-Ucits-
Fonds nicht mehr an Schweizer Vermögensverwalter
delegiert werden. Die
internationalen Standards im institutionellen
Vermögensverwaltungsgeschäft
hätten sich seit dem Ausbruch der
Finanzkrise erhöht, wie sich beispielsweise
anhand des amerikanischen Gesetzeswerks
Dodd-Frank-Act oder der
AIFM zeige. «Letzte Lücken» würden
hier geschlossen, sagte Raaflaub.
Raaflaub scheint dem nachzueifern:
In der Schweiz sei einzig die Vermögensverwaltung
von schweizerischen
Anlagefonds zwingend unterstellt, die
restliche Vermögensverwaltungs-Tätigkeit
nicht. Die Schweizer Regulierung
sei hingegen «lückenhaft» und genüge
nicht internationalen Standards. Weitgehende
Vorschriften sind nicht pauschal
als Wettbewerbsvorteil zu sehen.
So löste Raaflaub hörbaren Unmut
beim Publikum aus, als er sein Referat
unter den Titel «Qualitätsstrategie im
Schweizer Asset-Management» stellte.
Vom VSV geplant war das Thema
«AIFM – Anpassungen in der Schweiz».
Unter der geplanten «Qualitätsstrategie
» der Finma sei nichts weiter zu verstehen
als zusätzliche Regulierungen in
der Schweiz, kritisierte Alexander
Rabian, Vorsitzender der Selbstregulierungsorganisation
(SRO) des VSV. Die
Finanzmarktaufsicht plane zusätzliche
organisatorische Vorschriften für die
Vermögensverwalter «alternativer»
Anlagen, beispielsweise in den Bereichen
Aufgaben- und Funktionentrennung
oder den Anforderungen für das
Betreiben des Geschäfts. Dadurch drohten
den Vermögensverwaltern nur
Wettbewerbsnachteile. Der VSV fordere
deshalb eine buchstabengetreue
Umsetzung von AIFM in der Schweiz.
Vonseiten des VSV wurde ein solches
«Swiss Finish» ebenfalls in klaren
Worten kritisiert. Dieses Übertrumpfen
der internationalen Regulierung durch
noch strengere Regeln in der Schweiz
ergebe in der heutigen Zeit keinen Sinn
mehr. Zuber beklagte zudem Benachteiligungen
der Schweizer Vermögensverwalter
beim internationalen Geschäft.
Der Schweizer Markt sei offen,
den hiesigen Vermögensverwaltern
werde aber der Zugang zu ausländischen
Märkten verwehrt.
Martin Janssen, Leiter des Beratungsunternehmens
Ecofin und Professor
an der Universität Zürich, sagte in
seinem Referat, die neuen Regulierungen
der Finma im Bereich des grenzüberschreitenden
Private Banking seien
im Wesentlichen auf die Steuerangriffe
der EU und der USA auf die Schweiz
zurückzuführen. Richtigerweise folgerte
er, im Anlagegeschäft gehe es nicht
darum, sich aller Aktivitäten zu enthalten,
die möglicherweise irgendwann in
der Zukunft von einem ausländischen
Staat kritisiert werden könnten.
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